Zustiften / Spenden

1. Definition:

Das Stiftungsrecht kennt sowohl die Spende als auch die Zustiftung. Eine Spende wird nicht etwa dem Stiftungsvermögen, mit dem die Stiftung wirtschaftet, zugeschlagen, sondern eine Spende muss – untechnisch gesagt – weitergegeben werden, d. h. zeitnah für ein jeweiliges Projekt oder einen der anderen Stiftungszwecke Verwendung finden. 

Zustiftungen sind hiervon zu unterscheiden: 

Sie erhöhen das Stiftungsvermögen. Damit sind alle Personen angesprochen, die zwar den Stiftungsgedanken hegen, aber nicht Stifter sein wollen. Deshalb bietet sich dann der Weg der Zustiftung an: 

  • Das Stiftungsvermögen wächst im Umfang der Zustiftung an.
  • Die zugestifteten Mittel werden separat angelegt und wie auch sonstige Erträge der Stiftung fließen selbige einem geeigneten Projekt oder dem Stiftungszweck auf sonstige Weise zu.
  • Eingebrachte Immobilien erhöhen das Vermögen der Stiftung, werden wohnungswirtschaftlich genutzt und schaffen somit langfristig weitere Erträge, die zur Verwirklichung des Stiftungszweckes beitragen.


Sofern Sie sich also entscheiden, zuzustiften, können Sie auf eine steuerrechtlich und wirtschaftlich hochqualifizierte Basis zurückgreifen und, sofern Sie dieselben Ziele haben, tatsächlich Projekte unterstützen ohne gleich den Aufwand betreiben zu müssen, selbst eine Stiftung ins Leben zu rufen. 

2.

Ob nun im Wege der Spende oder der Zustiftung, es bestehen viele Möglichkeiten, die Heinz und Anneliese Medaljon-Stiftung in Ihrem Sinne zu unterstützen. So besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Heinz und Anneliese Medaljon-Stiftung in einem Testament als Erbin einzusetzen. 

Der klassische Fall von Spende oder Zustiftung ist allerdings das entsprechende Rechtsgeschäft unter Lebenden. Der Staat räumt hierzu dem Spender oder Zustifter steuerrechtliche Vorteile ein. 

Ein Spender kann Spendenbeträge in Höhe von bis zu 20 % seines Einkommens steuerrechtlich geltend machen. Der Zustifter kann ein Zustiftungskapital von bis zu 1.000.000,00 € auf einmal oder auch verteilt auf die Dauer von 10 Jahren steuerwirksam geltend machen. Da an dieser Stelle keine steuerrechtliche und schon gar keine umfassende Beratung erfolgen kann und darf, ist jeder, der spenden will, im nennenswerten Umfang oder überhaupt eine Stiftungsabsicht hegt, natürlich darauf angewiesen, den eigenen Steuerberater aufzusuchen, um hier alle Modalitäten abzuklären. 

Seitens des Staates wird die Stiftung für den Fall, dass sie Ihre Erbin oder Ihre Nachlassnehmerin werden sollte, ebenfalls subventioniert, nämlich dadurch, dass die Stiftung von der Schenkungs- oder Erbschaftssteuer befreit ist. Jedwede Zuwendungen kommen also tatsächlich in ungeschmälertem Umfang bei der Stiftung an.